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Bei einem kleinen Ausflug Mitte März durften wir den damals
brandneuen Hyundai ix35 zum ersten Mal Probe fahren. Auf einer
kleinen Runde durch den Wienerwald und bei katastrophal
schlechtem Wetter haben wir den Nachfolger des Verkaufsschlagers
"Tucson" als hochwertigen, topmodernen und leistungsfähigen
Vertreter der SUV-Klasse kennen gelernt.Mitte Mai: 2 Monate
sind vergangen. Es hat sich nicht viel verändert: Das Wetter hat
sich im Osten Österreichs kaum gebessert, der Hyundai ix35
überzeugt uns noch immer.
Wir haben unseren ersten Test-ix35, der mit einer
Lackierung namens "Shannon Green" im miesen Wetter des
Vorfrühling quasi im Tarnmodus unterwegs war, gegen ein optisch
deutlich frischeres Modell getauscht: Das "Infra Red"
unseres aktuellen Testwagens kontrastiert zum weiterhin meist
bleigrauen Himmel der zweiten Maihälfte deutlich stärker und
lindert so die Symptome der sich schleichend ankündigenden
Vorsommer-Depression.
Während wir in unserem Sonnenschein-SUV sitzen und Testkilometer
abspulen, vermeldet der heimische Importeur Denzel erste
Rekordzahlen: Über 40.000 Bestellungen gibt es in Europa
bereits, in Österreich waren knapp eineinhalb Monate nach
Einführung bereits 631 ix35 zum Verkehr zugelassen - trotz des
Rumpfjahres liegt er damit bereits auf Platz 6 der
4x4-Zulassungsstatistik. Recht erstaunliche Zahlen.
Das Erstaunen geht in Verständnis über, wenn man sich den ix35
genauer anschaut:
Denn Technik und Fahrverhalten sind "state of the
art", der Preis ist Hyundai-typisch moderat, die Ausstattung kann sich
schon im Basismodell "Spirit" durchaus sehen lassen.
Der optisch behübschte "Style" lässt dann kaum noch
Wünsche offen: 18-Zoll-Felgen sind ebenfalls mit dabei
wie eine 2-Zonen-Klimaanlage sowie teilbelederte,
hochwertige und bequeme Sitze mit Beheizung.
Innenraum
Der Innenraum gefällt mit einem ergonomisch fast perfekten
Fahrerplatz. Das recht flache geneigte Armaturenbrett nimmt
moderne und hervorragend ablesbare Instrumente auf, das
Lederlenkrad des Style wirkt - wie der gesamte Innenraum -
hochwertig. Mit seinem dicken Lenkkranz liegt es hervorragend in
der Hand - man möchte es gar nicht aus den Fingern lassen.
Das Platzangebot ist gut, auch in der zweiten Reihe
können 3 Erwachsene recht bequem reisen. Der Laderaum ist
mit einer Kapazität von 591 bis maximal 1.436 Liter mehr als nur
segmentadäquat.
Motor und Getriebe
Der mit 136 PS schwächere der beiden verfügbaren
Dieselaggregate (der zweite Motor leistet 184 PS) gefällt
mit einem satten Drehmoment, das den ix35 recht leichtfüßig
wirken lässt. Gute Beschleunigungswerte ergänzen sich mit ebenso
gutem Durchzug. Bei hohen Autobahngeschwindigkeiten reagiert der
2 Liter große Diesel recht souverän und wird niemals laut.
Gut zum Motor passt das für den Diesel serienmäßige
6-Gang-Schaltgetriebe (der Benziner muss mit 5 Gängen
auskommen, optional ist für den stärkeren Selbstzünder
auch eine 6-stufige Automatik orderbar). Es lässt sich weich,
aber dennoch überaus präzise schalten, die Gänge sind gut auf
das Leistungspotenzial des Motors abgestimmt.
Allradantrieb
"Torque on Demand" steht bei Hyundai für einen elektronisch
gesteuerten, permanenten Allradantrieb. Das Drehmoment wird
dabei je nach Bedraf zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt.
Wird der Untergrund schroffer oder seifiger, kann der Fahrer per
Knopfdruck den Allradantrieb dazu zwingen, sein Drehmoment fix
fifty-fifty zwischen Vorder- und Hinterachse zu verteilen. Das
bringt ein deutliches Traktions- und Sicherheitsplus.
Im Geländeeinsatz definieren Bodenfreiheit, Achsverschränkung,
straßenorientierte Reifen und fehlende Untersetzung die Grenzen
des Machbaren. Das ist im Hyundai ix35 - wir strapazieren den
Begriff erneut - "segmentadäquat". Aber auch nicht mehr.
Resümee
Moderne SUVs werden (mit Ausnahme der Geländeeignung) immer
luxuriöser und leistungsfähiger. Perfekte Onroad-Manieren, Leder
zumindest als Option, cooles Design sowie kräftige und sparsame Motoren gehören zum
guten Ton - und sind die Basisvoraussetzungen für Verkaufserfolge.
Mit dem ix35 hat Hyundai im Kampf um die SUV-Kundschaft jetzt wieder ein ganz heißes
Eisen im Feuer.
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