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Blitztest: Der Skoda Yeti 
Das "Skoda Utility Vehicle" als neue Kraft im Segment der Kompakt-SUVs

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27.10.2009

"Der Yeti lebt". "Gesichtet". "Und es gibt ihn doch". "Erste Begegnung mit dem Yeti". Was hat uns Skoda mit diesem Namen nur angetan - es war zu erwarten und befürchten, dass die Überschriften in den Print- und Online-Medien dieser Welt so oder so ähnlich lauten würden.

Skoda Yeti im Test

Wobei: wir gestehen es, wir hatten schon 2005 unsere Gaude mit dem Namen. Und verpassten unserer damaligen Story über die Weltpremiere der erste Yeti-Konzeptstudie den Titel "Reinhold Messner wird seine Freude haben". Und schickten gleich mal eine schüchterne Anfrage an unseren Parade-Bergbezwinger, wie er denn mit der nun bewiesenen Existenz des Fabelwesens umgehen könne. Auf eine Antwort warten wir leider noch heute...

Skoda Yeti im Test

Marketingmäßig ist der Name Yeti natürlich der Hammer - in einer vom Umfang her beispiellosen Werbekampagne sorgt Skoda seit Wochen erfolgreich dafür, dass dieser sich im Gedächtnis der österreichischen Bevölkerung festheftet: Werbespots werden in Radio und TV rauf und runter gespielt, von jeder zweiten Plakatwand lugt das hübsche kleine Skoda Utility Vehicle herunter, jedes zweite österreichische Schlüsselkind unter 26 trägt ein Schlüsselband mit aufgedruckten blauen Fußabdrücken, der im Skoda Shop erhältliche Schlüsselanhänger mit - keine Lüge - "Yeti-Fell" ist dem Vernehmen nach ein Verkaufsschlager. Wenn Messner das damals geahnt hätte ...

Skoda Yeti im Test

Zur Sache. Auch wir haben den Yeti bereits gesichtet (ok, ok) und eine ordentliche Runde im Wald mit ihm gedreht. Da uns Skoda die Wahl gelassen hat, haben wir uns für den Diesel mit 140 PS entschieden, den vermeintlich begehrtesten Yeti-Motor. Irrtum, sollte uns Max Egger, Geschäftsführer des Importeurs Intercar Austria nach dem Test sagen: Der (schwächste) Diesel mit 110 PS werde am meisten verlangt, von nicht weniger als 45 Prozent aller Kunden. Für unseren Testmotor würden sich nur 20 Prozent entscheiden, selbst der kleine TSI-Benziner mit 105 PS werde sich besser verkaufen.

Skoda Yeti im Test

Kein Wahl lässt Skoda seinen Kunden beim Getriebe - alle Modell- und Ausstattungsvarianten verfügen über einen gut abgestuften und präzise arbeitenden 6-Gang-Schalter. Die auch optional nicht erhältliche Automatik ist uns somit ernsthaft nicht abgegangen. Freude hat uns auch der Motor gemacht, der mit dem "nur" knapp über 1.400 Kilo schweren Wagen seinen Spaß - sprich: nie Probleme - hat. In Kombination mit dem (für ein SUV) erstaunlich straff abgestimmten Fahrwerk und dem hervorragend in der Hand liegenden Lenkrad haben sich während unserer Testfahrt onroad fast sportliche Gefühle eingestellt.

Skoda Yeti im Test

Der Yeti ist ein Auto mit Ecken und Kanten: Die Seitenflächen wie das Heck fallen fast senkrecht ab, die rundliche Front mit dem typischen Skoda-Grill steht dazu in einem gelungenen Kontrast. Die Karosserie des 4,22 Meter kurzen Wagens umschließt einen überraschend großzügig dimensionierten Innenraum, in dem 5 Passagiere samt Urlaubsgepäck recht locker unterkommen. Und sie finden, speziell im Fall des von uns gefahrenen Topmodells "Experience" auch mehr als angemessene Komfort-Features vor.

Wobei schon das Basismodell "Active" serienmäßig recht gut ausgestattet ist. Zu den Highlights zählen ein Fahrer- Beifahrer- und Seitenairbags, eine Zentralverriegelung samt elektronischer Wegfahrsperre, eine Reifendruckkontrolle, ein Tagfahrlicht und Nebelscheinwerfer.

Skoda Yeti im Test

Ebenfalls immer mit an Bord ist der "Offroad-Assistent", der einen über eine Haldex-Kupplung geregelten Allradantrieb verfügt, aber auch die Antriebsschlupfregelung, die elektronische Differenzialsperre, das ABS und den Bergabfahrassistenten unter einen Hut bringt. Zusammen mit einer akzeptablen Bodenfreiheit von 18 Zentimetern und recht kurzen Karosserieüberhängen vorne und hinten kann der kleine Skoda auch im leichten Gelände gefallen, echte Geländeambitionen hat er naturgemäß keine.

Skoda Yeti im Test

Ein ESP bringt onroad zusätzliche Sicherheit und ist beim Yeti nicht abschaltbar - im Unterschied zum ASR, das auf Knopfdruck deaktivert werden kann, um Fahrten mit Schneeketten oder auf losem Untergrund zu erleichtern.

Der "Experience" bietet ausstattungsmäßig unter anderem zusätzlich ein Abbiegelicht, elektrisch bedienbare Außenspiegel, Bi-Xenon-Licht, eine elektronisch gesteuerte Klimaanlage, Knie- und Kopfairbags, ein Lederlenkrad und spezielle 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Skoda Yeti im Test

Skoda wirbt intensiv mit dem Einstiegspreis von 18.890 Euro, dieser bezieht sich aber auf den erst ab November 2009 lieferbaren 1,2 TSI mit 105 PS und Frontantrieb.

Der Allradler starten bei 24.980 Euro, dafür gibt es den 2.0 Diesel mit 110 PS in der "Active"-Ausführung. Gar nicht so wenig Geld für ein sehr kompaktes SUV - gute Fahrleistungen, eine saubere Verarbeitung und die gute Basisausstattung rechtfertigen ihn aber allemal. Das Topmodell mit dem 170 PS starken Diesel startet wie auch die 110 PSige Variante überhaupt erst im Jänner 2009.

Skoda Yeti im Test

Wir sind angesichts des von Skoda toll geschnürten Gesamt-Packages gespannt, wie sich der Yeti verkaufen wird. Und ob er dem derzeitigen Segmentführer Tiguan nahe kommen kann. Wir trauen es ihm zu.

gelaendewagen.at Test Nr. 79
Fotos: gelaendewagen.at



 
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