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Interview
„Der Qashqai ist das richtige Modell zur richtigen Zeit“ |
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Im Gespräch mit Max A. Weißensteiner, Director Austria der
Nissan Center Europe GmbH |
| 19.01.2009 |
Herr Weißensteiner, zuerst Gratulation: Mit dem Qashqai ist
Nissan ein ganz großer Wurf gelungen. Sind Sie selbst ein wenig
überrascht vom gewaltigen Verkaufserfolg - oder war dieser
absehbar?
Max Weißensteiner: In diesem Fall gestehe ich gerne, dass
unsere ohnehin optimistischen Erwartungen nochmals deutlich
übertroffen worden sind. Der Qashqai ist das richtige Modell zur
richtigen Zeit, und wir haben ihn punktgenau am Markt
positioniert. Mittlerweile haben sich auch die Lieferzeiten
deutlich verkürzt. Das wird nochmals Impulse setzen.
Nissan hat ja jetzt nachgelegt, der Qashqai+2 ist da. Wie
sehen hier Ihre Verkaufserwartungen aus?
Max Weißensteiner: Im nächsten Jahr erwarten wir einen
Verkauf von 950 bis 1000 Stück, abhängig von der Verfügbarkeit.
Damit wird die siebensitzige Version knapp ein Viertel des
gesamten Qashqai-Volumens ausmachen.
Topseller ist auch der Pickup Navara. Wie sehen Sie den Wagen
im Segment positioniert? Wie wird sich Ihrer Meinung nach der
Pickup-Markt in Österreich entwickeln?
Max Weißensteiner: Der Navara befindet sich in der
zweiten Hälfte seines Lebenszyklus, insofern sind wir mit der
Performance des Modells sehr zufrieden. Wie sehr sich die
gesamtwirtschaftliche Situation auf diese Fahrzeugklasse
auswirken wird, lässt sich derzeit noch nicht seriös abschätzen.
Ich glaube aber, dass im Pick up Segment noch mehr Potential
steckt. Viele Autokäufer sind sich noch immer nicht der massiven
Steuervorteile bewusst: selbst der Endverbraucher bezahlt keine
NoVA - und jeder Unternehmer bezahlt zusätzlich keine Vorsteuer.
War auch die Wiedereinführung des Pickups NP300 erfolgreich?
Max Weißensteiner: Der NP300 ist eine gute Ergänzung zum
Navara. Er spricht jene Kunden an, für die der Nutzwert und eine
ökonomische Lösung im Vordergrund stehen, insofern schließt er
eine Lücke in unserem Portfolio.
Wegen der Wirtschaftslage, der Spritpreise und der
Klimadiskussion verkaufen sich große Geländewagen wie Patrol,
Pathfinder und Murano nicht mehr so gut wie noch vor wenigen
Jahren. Wie reagiert Nissan darauf?
Max Weißensteiner: Nissan hat bereits reagiert – der
Qashqai ist das beste Beispiel dafür. Mit der Erfindung dieser
neuen Crossover-Kategorie konnten die Markenwerte des
Unternehmens in eine völlig neue Form gebracht werden.
Klassische Themen wie 4x4, Solidität aber auch räumliche
Funktionalität werden beim Qashqai mit kompakten Dimensionen,
niedrigen Betriebskosten und geringen Emissionen kombiniert.
Wie sehen Sie die künftige Entwicklung des Allradmarktes?
Wird der SUV-Trend anhalten oder sehen Sie den Allradmarkt wegen
der Wirtschaftslage eventuell sogar gefährdet?
Max Weißensteiner: Ich denke, man muss die beiden Themen
trennen: Allrad bedeutet nicht zwingend SUV, und ein SUV muss
nicht unbedingt einen Allradantrieb besitzen. Was also das
SUV-Segment betrifft, so bin ich überzeugt, dass es sich stark
weiterentwickeln wird. Vor allem der schon erkennbare Trend zum
Downsizing wird sich weiter ausprägen. Ich glaube aber auch,
dass wir mit dem derzeitigen Anteil am Gesamtmarkt die
Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Was hingegen den Allradantrieb
quer durch die Klassen betrifft, so sehe ich – gerade in einem
Land wie Österreich – weiteres Potential.
Mit dem "Kix" trägt Nissan dem Trend zu ultrakompakten SUVs
Rechnung. Wird es den Wagen auch bei uns geben?
Max Weißensteiner: Ein Einsatz des Kix in Österreich ist
nicht vorgesehen. Das Konzept des Autos wurde nach den
Bedürfnissen des japanischen Marktes ausgerichtet.
Was wird das Jahr 2009 bei Nissan bringen?
Max Weißensteiner: Im kommenden Jahr wird das
Modellfeuerwerk von 2008 fortgesetzt. Schon im Frühjahr kommen
zwei Modelle, die das Spektrum der Marke am oberen und am
unteren Rand erweitern: der fantastische, 480 PS starke Nissan
GT-R – mit Allradantrieb! – und der extrem sparsame, kleine Pixo.
Wenig später geht es in sportlicher Tonart weiter: der Nissan
370Z löst den 350Z ab. Und im Herbst wird in seiner dritten
Generation erstmals der kultige Nissan Cube nach Europa kommen –
ein modischer, vielseitiger kleiner Van. |
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Max A. Weißensteiner
Director Austria der Nissan Center Europe GmbH |
| Foto: Nissan |
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Michael Kubicek, Herausgeber von
allradnews.at / gelaendewagen.at, hat dieses Gespräch für
"4WD Internationales Allradmagazin" (6/2008)
geführt.
Die 4WD im Web |
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(c) allradnews.at & gelaendewagen.at
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